Wertvolle Gräserarten für leistungsstarke Rasensorten

Rasen kommt von Gräsern. Es gibt tausende von Gräserarten. Viele davon kommen für die Züchtung von Futtergrassorten, nur wenige für Rasensorten in Frage. Rollrasen für Sportplätze, Hausgärten, Schattenlagen, Halbschattige Lagen oder trockene Lagen stellen unterschiedliche Ansprüche. Im Fundus selektiver Gräserarten finden sich die gesuchten Eigenschaften - aus ihnen kultiviert der Züchter das Saatgut für leistungsfähige Rasensorten. Deshalb ist es interessant, mehr über die Gräserarten zu wissen, von
denen sie abstammen.

Gräserarten

Von den Rasensorten und ihrer Abstammung von der jeweiligen Gräserart hängt die Wirkung ab - von der speziellen Rezeptur und der jeweiligen Mixtur des Saatgutes die Qualität und Leistung. Stegmair Rollrasen arbeitet deshalb eng mit kompetenten Saatzüchtern zusammen. Hier erfahren Sie mehr zur Produktion des Roll- und Fertigrasens!

Gräserarten

Deutsches Weidelgras:

Botanisch Lolium perenne. (Neue deutsche Bezeichnung: Ausdauerndes Weidelgras)
Wichtigstes Gras für Strapazierrasen. Frischgrün. Horstbildendes, ausdauerndes Untergras mit oberirdischen Kriechtrieben.
Mittelbreites, zähes, unterseitig glänzendes Blatt.
Schnellste Keimung, sehr rasche Begrünung, Bodendeckung und Regeneration. Schnittverträglich und trittfest. Braucht Licht, hat einen hohen Nährstoffbedarf, insbesondere an wachstumsförderndem Stickstoff.
Gute Trockenverträglichkeit. Empfindlich bei langem Frost.
Aus dieser Gräserart hervorgegangene, bekannte Rasensorten: Loretta, Lorettanova, Lorina, Henrietta, Marietta.

Rotschwingel:

Sammelname für zahlreiche Festuca-Unterarten, zum Beispiel Horstrotschwingel, Kurzausläufer-Rotschwingel, Ausläufer-Rotschwingel.
Typisch für alle:
Streng horstbildend, mit starken oder kürzeren Ausläufertrieben, feine, borstenartige Blätter und eine ausgesprochene Schnittverträglichkeit.
Halbschattentauglich, geringere Nährstoff- und Feuchtigkeitsansprüche.
Eher mässig: Trittfestigkeit und Belastbarkeit.

Die Typologie der beliebtesten Sorten aus der Rotschwingelfamilie:

Horstrotschwingel:

Botanisch Festuca rubra commutata. Zählt zu den wichtigsten Rasengräsern der Rotschwingel-Familie.
Feinblättrige Gräser ergeben feinblättrigen, tiefschnittverträglichen Rasen mit dichter Grasnarbe - vom Zierrasen bis zum Golfgreen.
Horstrotschwingel-Rasensorten: Samt, Silk, Salut, Rasengold, Robald (In der aktuellen RSM Liste 2004 sind etwa 50 Rasensorten aufgeführt.)

Kurzausläufer-Rotschwingel:

Botanisch Festuca rubra trychophilla (neuere deutsche Bezeichnung: Haarblättriger Schwingel).
Bildet mit kurzen Ausläufern feine Grasnarbe - noch feiner als Horstrotschwingel. Die borstenähnlichen Blätter zeigen auch bei Trockenheit den Sommer über eine schöne Grünfärbung. Geringe Ansprüche an Nährstoffen und die Wasserversorgung. (In der aktuellen RSM Liste 2004 sind etwa 38 Rasensorten aufgeführt)

Ausläufer-Rotschwingel:

Botanisch Festuca rubra rubra.
Lange, kräftige Ausläufer füllen jede Rasenlücke - das Unkraut kann sich hier kaum breit machen. Äußerst anspruchslos,
besonders bei Trockenheit. (In der aktuellen RSM Liste 2004 sind etwa 40 Rasensorten aufgeführt)

Wiesenrispe:

Botanisch Poa pratensis.
Wertvolles, feinblättriges Rasengras mit kräftigen unterirdischen Ausläufern (Rhizome) für eine dichte, strapazierfähige Narbe von sattgrüner Färbung.
Sehr langsame Keimung. Lange, kräftige Ausläufer ergeben ein dichtes Wurzelwerk. Nicht so schnittverträglich wie zum Beispiel die Rotschwingel-Gräserarten.
Mittlerer Wasserbedarf, hohe Ansprüche an die Nährstoffversorgung. Unempfindlicher gegen Trockenheit. Winterhart, auch bei längerer Schneelage. Aus dieser Gräserart hervorgegangene, bekannte Rasensorten: Stola, Esprit, Broadway, Conni.
(In der aktuellen RSM Liste 2004 sind etwa 65 Rasensorten verzeichnet)